Fachwerkdorf im Streuobstparadies

Dorf und Dorfgeschichte

Nehren wurde erstmals 1086 urkundlich genannt. Siedlung und Gemarkung entstanden im 15. und 16. Jahrhundert bei der Zusammenlegung der Orte Hauchlingen und Nehren. Aus der Hallstattzeit (800 bis  5. Jhd.v.Chr.) sind 30 Grabhügel erhalten, das Gelände liegt heut nordöstlich oberhalb der Bahnlinie Tübingen-Hechingen. Zwischen der Universitätsstadt Tübingen und der Burg Hohenzollern liegt das schöne Fachwerkdorf am Fuße der Schwäbischen Alb mitten im Streuobstparadies. Der Ortskern steht unter Denkmalschutz. Eine Besonderheit sind die giebelständigen Fachwerkhäuser mit ihren Scheunen, teilweise aus dem 15. Jahrhundert und nach dem 30-jährigen Krieg erbaut. In der spätgotischen Veitskirche mit ihrem Fachwerkturm befindet sich über dem Altar ein Kruzifix des Münchner Künstlers Karl Hemmeter, der auch den auferstandenen Christus in der „Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche“ in Berlin geschaffen hat. Nehrens Schatz bilden über 8.000 Obstbäume, die während der Obstblüte die Natur und Landschaft verzieren. Das Kirschwasser hat viele Schwarzwälder-Kirschtorten bereichert. Das Dorf hat berühmte Söhne. Der Philosoph Hans Vaihinger wurde 1852 in Nehren geboren. Er schaffte es bis in die berühmte Encyclopedia Britannica, galt als einer der bedeutendsten deutschen Philosophen seiner Zeit, entwickelte die Philosophie des „Als ob“ und gründete 1904 in Halle die Kant-Gesellschaft. „Wir wollen Wulle“ – das war und ist heute wieder Kult. Diesem Bier gab der Ehrenbürger Ernst Immanuel Wulle seinen Namen. „Vom Bettlerbub zum Bierbrauer“, der Gründer der größten Brauerei in Stuttgart war ein Mann von unternehmendem Geist und gutem Herzen, der nie vergaß, dass er aus dem kleinen Dörfchen Nehren kam.

Sehenswertes

 
        • Veitskirche - 15. Jahrhundert (1430)
 
        • Fachwerkhäuser und Scheunen aus mehreren Jahrhunderten
 
        • Altes Schulhaus - 20. Jahrhundert (1907/1908)
   
        • Streuobstlehrpfad
           

Feste und Feiern

 
  • Kirschblütenfest– alle 2 Jahre im April
  • Wulle-Fest und Dorffest – alle 2 Jahre im Juli
  • Naihremer Kirbe – jährlich im Oktober
  • Adventsmarkt – jährlich im November
 

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